Das Zentrum Sibiriens – Aufstieg und Reichtum durch die Transsib

Gäbe es nicht die Transsibirische Eisenbahn - die Geschichte von Nowosibirsk hätte sicherlich einen völlig anderen Verlauf genommen. Denn die mit über 1,4 Millionen Einwohnern viertgrößte russische und größte russische Stadt östlich des Urals verdankt ihren Aufstieg der Lage an der berühmtesten Eisenbahnstrecke Russlands- im Süden des Westsibirischen Tieflandes. An der Stelle der heutigen Stadt begann 1893 der Bau einer Eisenbahnbrücke über den Ob. Vorher war Nowosibirsk nur ein kleines Dorf gewesen.

Internationale Stadt

Heute, mehr als 110 Jahre später, ist es eine bedeutende Großstadt. In der Stadt lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung der gleichnamigen Oblast, in der Russen den weitaus größten Teil der Bewohner stellen. Zudem gibt es große russlanddeutsche, ukrainische und tatarische Gemeinden im Gebiet. International bekannt wurde Nowosibirsk als führendes Wissenschaftszentrum in der Sowjetunion und später in Russland. Nach dem 2. Weltkrieg wurde unweit von Nowosibirsk die Forscher-Vorstadt Akademgorodok aufgebaut, in deren Instituten viele der besten Wissenschaftler Russlands arbeiteten.

Knotenpunkt Sibiriens

Das heutige Novosibirsk ist Sibiriens Verwaltungs-, Finanz- undKulturzentrum und der bedeutendste Verkehrs- und Industrieknoten der Region. Die wirtschaftliche Entwicklung Nowosibirsks wurde zu Sowjetzeiten stark forciert. Es entstanden Werke der Holzverarbeitungs-, Nahrungsmittel- und Leichtindustrie und des Maschinenbaus. Im Zuge der Perestroikabrach die Industrieproduktion weitgehend zusammen und hat sich bislang nur mühsam wieder davon erholt.

Kategorie: Allgemein, Aktualisiert am 14. Oktober 2009 von admin | Anmelden